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Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Herbst ist bekanntlich eine bunte Zeit. Der C³-Verbund ist ebenfalls „bunt“, zählt er doch mittlerweile über 170 Mitglieder. Eine starke Community, die unzählige Möglichkeiten, Herangehensweisen, Lösungswege und Kompetenzen in sich vereint.
Schaut man zurück in der Geschichte der Menschheit, war der Herbst aber auch stets eine Zeit großer und wegweisender Veränderungen – politisch, gesellschaftlich, wissenschaftlich-technisch und kulturell. Und auch wir, die wir gemeinsam an einem wegweisenden Projekt arbeiten, werden als Ergebnis eine große Veränderung beim Bauen herbeiführen, aber dies nicht nur im Herbst, sondern nachhaltig für Generationen.

Und das sind die Themen dieser Ausgabe: 

AKTUELLES
Belegt: Carbon a(t it)s best!
International: Auftakt für Ergebnishaus des C³-Projektes CUBE
Begonnen: Erfolgreiches Kick-off-Meeting des Verbundprojekts C³InteF
Gesucht: Unternehmen für Deutschen Innovationspreis 2018

AUS JÜNGSTER ZEIT
Ausgezeichnet: C³-Partner erhält Dissertatsionspreis
Erfolgreich: Positives Fazit der 9. Carbon- und Textilbetontage in Dresden
Entdeckt: Journalistenreise durch die Welt des Carbonbetons
Ausgetauscht: Symposium aller Zwanzig20-Konsortien
Klarheit: Dresden Summer School - Markt der Irritationen
Ausgestellt: C³-Modul im Deutschen Museum
Genutzt: Die neue C³-Wanderausstellung bei Hentschke Bau

VORSCHAU
Vorgemerkt: Termine

INFORMIERT
Ausgetauscht: Ihre Informationen sind wichtig für alle!
Gewachsen: Neue C³-Mitglieder

AKTUELLES

Belegt: Carbon a(t it)s best!

Beton formt die Welt, in der wir leben. Carbonbeton formt diese Welt noch ein bisschen schöner, architektonisch ansprechender, ökologisch nachhaltiger und wirtschaftlich effizienter. Filigrane Formen, die zugleich auch tragfähig sind, stellen durch die dünne Carbonbewehrung kein Problem mehr dar. Möglich machen dies mehr als 50.000 feine Fasern aus Kohlenstoff bzw. Carbon, die zu einem Garn verarbeitet für Flexibilität, Leichtigkeit und Festigkeit sorgen. Stabilisierend beschichtet und in Hochleistungsbeton integriert, entsteht aus Carbon und Beton der revolutionäre Carbonbeton.

Historisch verankert ist die Sorge über Risikofaktoren bei der Weiterverarbeitung von Carbonbeton. Schleif- und Sägeprozesse setzen bei einer Vielzahl von Materialien Feinstaub frei, der über die Atemwege in die Lunge gelangen kann. Unter dem Begriff „Asbest“ sorgten im 20. Jahrhundert faserartige, silikatische Kleinstpartikel für gefährliche Erkrankungen beim Menschen. Asbest ist sehr beständig, hitzeunempfindlich und lässt sich aufgrund seiner hervorragenden Bindefähigkeit mit anderen Materialien leicht zu Produkten verarbeiten. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde Asbest seit etwa 1930 in großem Maße verarbeitet. Asbestfasern können sich in ihrer Form nicht weiter teilen, leicht eingeatmet werden und in der Lunge verbleiben oder im Körper weiter wandern.

Stellt Bauen mit Carbonbeton ein erhöhtes Gefahrenpotential dar? Eine Untersuchung, die sich vor diesem Hintergrund mit der Verbreitung und dem daraus resultierenden Verhalten sowie möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Faserpartikeln auf den menschlichen Organismus beschäftigte, konnte kein gesundheitliches Risiko bei der Weiterverarbeitung von Carbonbeton feststellen. Die Müller-BBM GmbH simulierte in Experimenten praxisübliche Bearbeitungs- und Abbruchprozesse an Carbonbetonprüfkörpern. Die freigesetzten Stäube wurden charakterisiert, die Staubmassekonzentration bestimmt und die Faseranzahlkonzentration mithilfe eines Rasterelektronenmikroskopes und eines Röntgenspektrometers auf organische und anorganische Fasern untersucht. Die anschließende Analyse und Auswertung der Untersuchungen konnte kein erhöhtes Gefahrenpotential feststellen.

International: Auftakt für Ergebnishaus des C³-Projektes CUBE

Am 29. September trafen sich Nachwuchsarchitekten aus dem international besetzten Studenten-Architekturseminar zum Projekt CUBE an der HTWK Leipzig und trugen ihre Ideen über das weltweit erste funktionsfähige Gebäude aus Carbonbeton zusammen. Unter der Leitung von Frau Prof. Rossi hatten die Studierenden aus Deutschland und dem europäischen Ausland drei Tage lang Zeit, Entwürfe für den CUBE im gegenseitigen Austausch zu entwickeln. Der renommierte Architekt Gunter Henn wird ebenfalls einen Entwurf erarbeiten, der zusammen mit dem Architekturbüro AIB bis zum Jahresende 2017 vorliegen soll.

Ende 2019/Anfang 2020 soll mit dem C³-Vorhaben CUBE ein vollständig aus Carbonbeton errichtetes Gebäude entstehen. Dazu hat am 01.09.2017 das C³-Vorhaben V3.1 „Ergebnishaus des C³-Projektes – CUBE“ begonnen und ging sofort am 5. September mit einem Vernetzungsworkshop in die aktive Phase über. Das Gebäude CUBE soll die Vorteile von Carbonbeton und dessen Potential für ein leichtes, filigranes und nachhaltiges Bauen demonstrieren. Als sogenanntes Leuchtturmprojekt werden möglichst viele C³-Ergebnisse eingebunden und vorgestellt, um sie Architekten, Bauplanern, Baufachleuten und der Öffentlichkeit vorzustellen wie auch praxisorientiert zugänglich zu machen. Die besondere Herausforderung ist die Laufzeit des C³-Vorhabens CUBE, die aus förderpolitischen Gründen parallel zu den anderen C³-Vorhaben angesetzt ist. Aus diesem Grund sah das C³-Strategieteam die Notwendigkeit, dass gleich zu Vorhabenbeginn den Partnern, Vertretern und Mitgliedern der einzelnen C³-Vorhaben und des C³-Vereins eine Chance gegeben wird, ihre Sichtweise und ihren möglichen Beitrag für eine erfolgreiche Umsetzung des CUBE darzulegen und gemeinsam zu diskutieren. Basierend auf den neuen Erkenntnissen werden die eruierten Informationen in den kommenden Wochen seitens des C³-Strategieteams aufgearbeitet, strukturiert und bewertet, um eine zielorientierte Zusammenarbeit mit den einzelnen C³-Partnern weiterhin sicherzustellen.
Bild © Sven Hofmann

Begonnen: Erfolgreiches Kick-off-Meeting des Verbundprojekts C³InteF

Mit einem Auftakttreffen fiel am 8. September 2017 am Fraunhofer IMW in Leipzig der Startschuss für das Projektvorhaben V4.14 C³InteF, dass in den kommenden drei Jahren die bauklimatischen Funktionen von Carbonbeton in den Fokus rücken wird.

Das Projektvorhaben C³InteF verfolgt das übergeordnete Ziel, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösungen für beheizbare Bauelemente aus Carbonbeton bzw. Sanierungen mit Carbonbeton zu entwickeln. In einem neuartigen Ansatz soll mittels Carbonbewehrung Wärme in die Baukonstruktion in unterschiedlichen Leistungsstufen eingebracht werden können. Diese Wärmeeinträge wirken als Raumheizung, Energiespeicher, Bauteiltemperierung oder Raumklimafunktion bzw. können in Kombination mit weiteren bauklimatischen Funktionen als Bauteilschutzfunktion genutzt werden.

Expertinnen und Experten der Gruppe Geschäftsmodelle sagten dazu: "Engineering und Innovation des Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW koordinieren das Projekt. Sie unterstützen die Forschungspartner mit einem transparenten Wissensaustausch und untersuchen die Einsatzmöglichkeiten, die Wertschöpfungskette und den Markt für beheizbare Elemente aus Carbonbeton".
Bild © Fraunhofer Institut für Internationales Management und Wissensökonomie, IMW

Gesucht: Unternehmen für den Deutschen Innovationspreis 2018

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und einer Initiative von der WirtschaftsWoche, der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und Accenture wird der Deutsche Innovationspreis 2018 verliehen.

Bis zum 30. November 2017 können sich Unternehmen online in den Kategorien Start-up, Mittelständische Unternehmen sowie Großunternehmen bewerben. Nach wissenschaftlichen Kriterien erfolgen die Bewertungen u.a. für die Wirtschaftlichkeit und den Nutzen für Gesellschaft und Umwelt, den Markterfolg und die Marktchancen, das Projektkonzept, die zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten und Synergieeffekte der Innovationen.

Informationen und Tipps zur Bewerbung erhalten Sie hier.

AUS JÜNGSTER ZEIT

Ausgezeichnet: C³-Partner erhält Dissertationspreis

Um ein neues Stockwerk auf ein Bauwerk aufsetzen oder eine Brücke für mehr Last befahrbar machen zu können, müssen unter Umständen die Stützen der Bauwerke verstärkt werden. Wie das mit minimalem Materialeinsatz gelingen kann, hat Dr.-Ing. Stefan Käseberg von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) im Rahmen seiner Promotion untersucht. Seine mit „magna cum laude“ bewertete Dissertation schafft die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen zur nachträglichen Verstärkung von Bauwerken aus Stahlbeton mithilfe von Carbon. Damit hat er nach Einschätzung seines Doktorvaters Professor Klaus Holschemacher für ein „aktuell bestehendes bautechnisches Problem eine hervorragende Lösung gefunden“. Für seine Doktorarbeit erhielt er bei der Feierlichen Immatrikulation der HTWK Leipzig am 10. Oktober 2017 im Gewandhaus zu Leipzig den Dissertationspreis der Stiftung HTWK.

Lesen Sie hier mehr dazu.
Bild © Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Erfolgreich: Positives Fazit zu den 9. Carbon- und Textilbetontagen in Dresden

Am 26. und 27. September trafen sich zahlreiche Fachexperten zu den 9. Carbon- und Textilbetontagen in Dresden. Die Tagung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Projektes C³ – Carbon Concrete Composite e. V. und des TUDALIT e. V. fand mit über 300 Teilnehmern im Zentrum Dresdens, im Hilton Hotel, statt.
Der Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr – Dr. Hartmut Mangold – begrüßte am ersten Tag die zahlreichen Teilnehmer, wies auf die gute Relation zwischen Forschung und Wirtschaft hin und äußerte den Wunsch, diese weiterhin zu pflegen und stetig auszubauen. Genau dieses Ziel verfolgt auch die Konferenz. „Über 50 Vorträge in zwei Tagen sind schon sehr sportlich, aber wir wollen kompakt und umfangreich über die neueste Technologie im Bereich des Carbon- und Textilbetons berichten und Interessenten auf den neuesten Stand bringen“ – sagte Dr.-Ing. Frank Schladitz, Mitorganisator der Veranstaltung und Vertreter des Vorstandes von C³.

In den praxisnahen Vorträgen – von Bausatzkomponenten, über Neubau, Verstärkungs- und Instandsetzungsmaßnahmen bis hin
zu Arbeitsschutzanforderungen und Recycling sowie experimentellen Nachweisen und Bemessungsregeln – gaben Referenten spannende Einblicke in Projekte der Superlative. Zu nennen sind beispielsweise die Realisierung des weltweit ersten funktionsfähigen Carbonbetongebäudes CUBE, dass Ende 2019/Anfang 2020 in Dresden entstehen soll. Die Bauweise des 200 m²-Gebäudes, das sich über zwei Etagen erstrecken wird, soll während der zehnjährigen Nutzungsdauer durch Langzeituntersuchungen validiert werden. Themen, wie die Errichtung von Brücken aus Carbonbeton und die Verkleidung der weltweit höchsten Brückenpfeiler der Bosporus-Brücke in Istanbul, trafen ebenfalls auf großes Interesse des Publikums.

Im Rahmen der Tagung wurde der Architekturpreis 2017 verliehen. Der erste Preis ging an Patric Trauschke vom Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen der Universität Stuttgart für seinen Entwurf einer segmentierten leichten Textilbetonschale, die als multifunktionale Begegnungsstätte in Anlehnung an das UNESCO-Weltkulturerbe in Lausanne konzipiert wurde.

Im bewusst kleingehaltenen Ausstellerbereich konnten sich die Teilnehmer über Innovationen und aktuelle Produkte aus dem Bereich Carbon- und Textilbeton informieren und mit den jeweiligen Ansprechpartnern ins Gespräch kommen. Führende Unternehmen auf dem Gebiet textiler Bewehrung, wie V.Fraas GmbH, solidian GmbH oder Albani Group und der deutschlandweit erste Hersteller von marktreifen Carbonstäben ThyssenKrupp Carbon Components, standen Interessenten Rede und Antwort.

Die erfolgreiche Markteinführung von Carbon- und Textilbeton hat bereits begonnen. Konferenzen wie die Carbon- und Textilbetontage stellen dabei die entscheidenden Weichen für die sukzessive Etablierung der neuen Bauweise und leisten einen wichtigen Beitrag für ein neues, nachhaltiges und innovatives Bauen.
Bilder © Sven Hofmann

Entdeckt: Journalistenreise durch die Welt des Carbonbetons

Unter dem Credo „Zukunftsmaterialien für die Industrie: Potenziale und Anwendungen neuer Werkstoffe und Fertigungsverfahren“ konnten Pressevertreter am 26. und 27. September relevante Akteure und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Industrien und Forschungsstätten kennenlernen. Initiiert durch die 9. Carbon- und Textilbetontage und die zeitgleich stattfindende Werkstoffwoche 2017 gab es ein umfangreiches Themenfeld zu entdecken.

Den Auftakt der Pressereise bildete ein kulturelles Angebot, um die Stadt Dresden besser kennenzulernen und bei einem Abendessen erste Kontakte knüpfen zu können. Standesgemäß wurde der zweite Tag, nach einer Besichtigung im Otto-Mohr-Laboratorium an der TU Dresden, mit einer Pressekonferenz auf der Werkstoffwoche eingeläutet, die den Zuhörern in aller Kürze den aktuellen Stand der Wissenschaft und Praxis näherbrachte. Dabei standen allen Pressevertretern Oberbürgermeister Dirk Hilbert und renommierte Fachexperten, wie Herr Prof. Manfred Curbach (Direktor des Instituts für Massivbau der TU Dresden und Vorstandsvorsitzender des C³ e. V.), Dr.-Ing. Frank O. R. Fischer (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e. V.) und Prof. Dr. Brigitte Voit (Vorstandsvorsitzende Materialforschungsverbund Dresden e. V.). Rede und Antwort.

Um dem Thema Carbonbeton noch näherzukommen, wurde die Journalistenreise mit der Besichtigung des Instituts für Baustoffe der TU Dresden fortgeführt. Zu den Vorträgen begleitend konnten Herstellungs- und verschiedene Prüfverfahren demonstriert werden. Die dritte und letzte Station bildete das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der TU Dresden. Auch hier stand neben der Theorie zur Herstellung und (Weiter-)Verarbeitung von Carbon die Besichtigung und Demonstration überragender Textilmaschinen im Fokus der Beteiligten.

Bild © Chris Gärtner

Ausgetauscht: Symposium aller Zwanzig20-Konsortien

Im Rahmen eines zweitätigen Symposiums fand am 19. und 20. September der Erfahrungsaustausch der Zwangzig20-Konsortien in Berlin statt. In historisch anmutender Atmosphäre, zwischen altehrwürdigen Mauern und glänzenden Orgelpfeifen des Umweltforums, widmeten sich hochrangige Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft aktuellen Fragen unter anderem über Ergebnistransfer, Nachhaltigkeit und Innovation.

Nach einer Retrospektive zur Entwicklung der Idee des Zwanzig20-Projekts im Juli 2013 bis zum heutigen Tag, lud Referatsleiter Hans-Peter Hiepe (Bundesministerium für Bildung und Forschung) die einzelnen Konsortien zu kreativen Vorstellungsrunden, interessanten Vorträgen und informativen Workshops ein. Viele Konsortien haben die Strategiephase und eine Reihe von Basisvorhaben bereits abgeschlossen, ihre Partnerstruktur gefestigt und spannende Projekte angeschoben. Die daraus gewonnenen Erfahrungen ermöglichten – ganz nach Zwanzig20-Art – einen Blick über den Tellerrand hinaus und den wertvollen Austausch des Status quo, von Zukunftspotentialen und neuen Visionen.

Im Workshop „Wissen sichtbar machen: Best Practice für erfolgreiches und praxistaugliches Wissensmanagement“ sprachen Mattes Brähmig von smart³ | materials – solutions – growth und Matthias Tietze von C³ – Carbon Concrete Composite über die Nutzung verschiedener Kommunikationskanäle und –werkzeuge, um über Forschungsergebnisse zu informieren, Erkenntnisse zu verbreiten und Projektpartnern bestmögliche Unterstützung bei der Realisierung geplanter (Bau-)Vorhaben zu erreichen. Gleichzeitig galt die Intention des Workshops aber auch der gemeinsamen Ergründung bestehender Defizite in der Verbreitung von Informationen, der Entwicklung neuer Kommunikationsmöglichkeiten und dem Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern.
Bild © Chris Gärtner
Zufrieden mit den Ergebnissen aus der konstruktiven Diskussion, beeindruckt von den Entwicklungen in den anderen Projekten und dankbar für sowohl die Möglichkeit als auch die Bereitschaft zum Erfahrungsautausch, freut sich das Strategieteam von C³ – Carbon Concrete Composite auf das nächste Symposium von Zwanzig20.

Klarheit: Dresden Summer School - Markt der Irritationen

Einmal im Jahr treffen sich Experten und Nachwuchswissenschaftler aus den Fachrichtungen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie der Natur- und Technikwissenschaften zur Dresden Summer School, um einen Diskurs zwischen naturwissenschaftlicher Forschung, technologischer Entwicklung und geisteswissenschaftlicher Reflexion einzugehen. In diesem Jahr gab am 19. September Stefan Minar vom C³ – Carbon Concrete Composite e. V. mit dem Vortrag „Carbonbeton – sparsam, schonend, schön“ einen Einblick in die grundlegenden Vorzüge der Bauweise mit Carbonbeton.

Gemeinsam wurde das Thema vor allem unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit beleuchtet und von den Studenten kritisch hinterfragt. Ein spannender Dialog, der sich im Besonderen den kultur-gesellschaftlichen Auswirkungen durch technologische Entwicklungen widmete, stellte einmal mehr den Grundgedanken von Henry H. Arnold, Ehrensenator der Dresden Summer School, in den Vordergrund, aktuelle Fragen der Zeit unter Hinzunahme von Wissenschaft und unter Berücksichtigung verschiedener Kulturinstitutionen, zu diskutieren.

Ausgestellt: C³-Modul im Deutschen Museum

Die Ausstellung „Aus Ideen Erfolge machen. Für die Menschen. Für das Land.“ des Deutschen Museums in München wird seit dem 13. September 2017 mit einem Exponat aus Carbonbeton bereichert. Traditionell präsentieren die Vorjahressieger des Deutschen Zukunftspreises ihre Innovation in Form eines Moduls. 2016 gewannen die Dresdner Carbonbetonforscher Manfred Curbach, Chokri Cherif und Peter Offermann den Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

Seit der Eröffnung der Ausstellung 2006 kommen jährlich neue Exponate hinzu. Die nunmehr 10 Ausstellungsmodule sind zwar thematisch unterschiedlich, wurden jedoch immer aus dem Mineralwerkstoff Corian hergestellt. Erstmals in der Geschichte der Ausstellung wurde nun ein anderes Material verwendet, der Carbonbeton.

Das Modul besteht aus vier Teilen: Dem Einfallstor – einer spielerischen Einladung, sich mit dem Thema Carbonbeton auseinanderzusetzen; der wirtschaftlichen Komponente – welchen Beitrag leistet das Thema in Bezug auf bspw. Arbeitsplätze oder die Baubranche; der wissenschaftlichen Expertise und schließlich der Darstellung der Preisträger. Zusätzlich befinden sich Abbildungen der Preisträger auf der sogenannten „Wall of Fame“.

„Den Mut etwas Neues zu machen, etwas Neues zu bauen, hatte das Deutsche Museum. Die Herstellung der Module aus Carbonbeton war durchaus mutig, denn vor einem halben Jahr wusste keiner von uns, ob das wirklich funktionieren würde.“ – so Manfred Curbach, der Preisträger und Vorsitzender des C³ – Carbon Concrete Composite e. V.. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Künstler Christoph Held für die konzeptionelle Arbeit, dem Messebauer Jens Dippel für die Begleitung und Betreuung in der Herstellungsphase, Matthias Hamann und der Tischlerei Hamann für die Herstellung der komplexen Schalung und schließlich Rainer Belger vom Otto-Mohr-Laboratorium für die Umsetzung, die durchaus einer Meisterleistung gleicht.

Das Exponat aus Carbonbeton bleibt in den nächsten 10 Jahren Bestandteil der Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis. Nicht nur Anschauen, vor allem Anfassen ist ausdrücklich erwünscht. Carbonbeton ist ein junges, modernes Thema und leistet einen wesentlichen Beitrag in der Baubranche.
Bild © Sandra Kranich

Genutzt: Wanderausstellung zum 160-jährigen Firmenjubiläum

Die C³-Wanderausstellung hat ihre erste Station erreicht. Am 09.09.2017 bereicherte sie die Räumlichkeiten unseres Partners Hentschke Bau GmbH. Dabei war der Anlass ein sehr erfreulicher: Tag der offenen Tür zum 160-jährigen Firmenjubiläum. Den mehr als 200 Besuchern standen die Tore der Hauptniederlassung in Bautzen in der Zeppelinstraße und das unternehmenseigene Fertigteilwerk offen.
Dabei wurden den Interessenten in geführten Touren Einblicke in die hohe Fertigungstiefe der verschiedenen Werkstätten, die CNC-Fertigungszentren, das Fertigteilwerk und die nahe gelegene Brückenbaustelle ermöglicht. Zudem informierte die C³-Wanderausstellung über die Vorteile des innovativen Werkstoffes Carbonbeton. Anhand zahlreicher Demonstratoren konnten die Besucher*innen im direkten haptischen Vergleich zum Stahlbeton die Unterschiede feststellen. Dem feierlichen Anlass entsprechend gab es zusätzlich zahlreiche Attraktionen für Groß und Klein.
Bild © Hentschke Bau GmbH, Bautzen
Hentschke Bau GmbH ist ein deutsches Bauunternehmen und C³-Mitglied. Die Kernkompetenzen liegen im Ingenieur- und Stahlbetonbau. Deren Basis ist der zentrale Schalungsbau am Stammsitz der Hentschke Bau GmbH in Bautzen.

Mitglieder des C³-Verbundes können den neuen Infostand gern buchen und somit für ihre Performance nutzen. Stellen Sie einfach eine entsprechende Anfrage an uns, wir unterstützen Sie gern.

Informationen und Buchungen über: Jana Strauch


Ausgezeichnet: Dr.-Ing. Frank Schladitz gewinnt Sächsischen Transferpreis

„Mit Transfer Innovationspotentiale heben“ – unter diesem Motto wurde am 28. August 2017 erstmalig der branchen- und technologieoffene Sächsische Transferpreis an Know-how-Geber und -Mittler vergeben, die in besonderer Weise zum Gelingen von Transferprozessen beitragen. Bei der feierlichen Preis-
verleihung überreichte Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Dr.-Ing. Frank Schladitz von C³ – Carbon Concrete Composite den ersten Preis.

„Neue Produkte zu erforschen, weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen, sind die wesentlichen Elemente des Transfers. Selten sind alle Elemente so stark mit einer Person verknüpft, wie beim Gewinner des diesjährigen Sächsischen Transferpreises“ – so die Laudatorin und Juryvorsitzende Beate-Victoria Ermisch, Geschäftsführerin der GWT-TUD GmbH. Frank Schladitz errichtete und gestaltete ein beispielhaftes Transfernetzwerk für wichtige Partner aus Forschung, Wissenschaft, Entwicklung und Wirtschaft für das C³-Projekt. Vorgeschlagen wurde Herr Schladitz durch den Geschäftsführer der Betonwerk Oschatz GmbH. Das traditionsreiche Betonfertigteilwerk bietet seit 1990 Fertig- und Halbfertigteile in hoher Qualität zu marktfähigen Preisen.
Bild © Sven Hofmann

VORSCHAU

Vorgemerkt: Termine

Auftakt-Workshop: CoolCarbonConcrete
Wann: 30.11.2017
Wo: Dresden
Info: CoolCarbonConcrete

Nachhaltigkeit bei der Carbonbetonbauweise (intern für C³-Mitglieder)
Wann: 06.12.2017
Wo: Dresden, World Trade Center

BAUTEX
Wann: 25.01.2018
Wo: Chemnitz
Info: www.bautex.org

HighTechMatBau
Wann: 31.01.2018
Wo: Berlin
Info: www.htmb2018.de

INFORMIERT

Ausgetauscht: Ihre Informationen sind wichtig für alle!

Das C³-Strategieteam erhält regelmäßig Anfragen zu vorhandenen Veröffentlichungen. Einerseits wollen sich Unternehmen intensiver mit einzelnen Themen beschäftigen, andererseits suchen Wissenschaftler Quellen, mit denen Sie arbeiten und die sie zitieren können. Für deren Anfragen, haben wir jetzt eine Publikationsliste erstellt.

Wenn auch Ihre Veröffentlichung mit einem Bezug zum Carbonbeton als mögliche Quelle und zitierbare Literatur mit aufgenommen werden soll, können Sie uns die Quellenangaben gern zusenden. Wir werden diese dann mit aufnehmen. Um eine gewisse Aktualität sicherzustellen, werden nur Veröffentlichungen ab dem Jahr 2014 aufgenommen.

Siehe Link: www.bauen-neu-denken.de/publikationen 

Meldung zum Eintragen an: post@bauen-neu-denken.de
(Bitte stets genaue Angaben zur Publikation, ggf. Anlagen wie Links, Skripte beifügen)

Sie können jederzeit die aktuelle Publikationsliste von uns anfordern:
Lisa.Friedrichs@tu-dresden.de
Jana.Strauch@tu-dresden.de
Publizieren auch Sie im C³-Journal
Sie möchten Ihre jüngsten Arbeitsergebnisse oder Produktentwicklungen bekannter machen? Nutzen auch Sie dazu gern das Medium C³-Journal und senden Sie Ihre Inhalte an …

C³-Journal-Redaktion:
sven.hofmann3@tu-dresden.de
chris.gaertner@mailbox.tu-dresden.de

Einsendeschluss Ausgabe IV/2017: 30.11.2017

Gewachsen: Neue C³-Mitglieder

Unsere Community gewinnt an Stärke und Kompetenz.
Wir begrüßen herzlich die neuen Mitglieder:

  • Bendl HTS GmbH
  • Fachhochschule Münster, Fachbereich Bauphysik
  • Ingenieurbüro Säbisch
  • Dr. Robert Magiera
  • Nordex Energy GmbH
  • TU Dresden, dresden | exits

Willkommen: Neu im C³-Team

Chris Gärtner heißt die neue Kollegin im C³-Team. Sie verstärkt seit 18. September 2017 die Kommunikationsarbeit im C³-Projekt.

Die Kommunikationswissenschaftlerin verantwortet vor allem die Öffentlichkeits- und Pressearbeit.

 

Sie können sich hier abmelden, wenn Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten. 

C³ – Carbon Concrete Composite e.V.
World Trade Center Dresden, Ammonstraße 72, 01067 Dresden

Telefon: +49 (0) 351 484 567-00, Fax: +49 (0) 351 484 567-10, E-Mail: post@bauen-neu-denken.de

Gemeinschaftlich vertretungsbefugt:

1) Vorsitzender:
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Manfred Curbach

2) Stellvertretender Vorsitzender:
Prof. Klaus Raps

Das Impressum gilt für:
www.bauen-neu-denken.de

Registergericht: Amtsgericht Dresden
Registernummer: VR 6976
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gem. § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 1234567
Wirtschaftsidentifikationsnummer gem. § 139 c Abgabenordnung: DE 1234567

Verantwortlich i.S.d. § 55 Abs. 2 RStV:
Sven Hofmann, C³ – Carbon Concrete Composite e.V., World Trade Center Dresden, Ammonstraße 72
01067 Dresden, Telefon: +49 351 463-39 169, E-Mail: sven.hofmann3@tu-dresden.de